Tiefenhypnose - Somnambulismus und hypnotisches Koma



Somnambulismus


Auf dem Gebiet der Hypnose bezeichnet der Somnambulismus einen tiefen Trancezustand, in dem durch Suggestion Phänomene wie Amnesie, Revivifikation oder positive und negative Halluzinationen erzeugt werden können.  


Der Somnambulismus ist in meinen Augen die Arbeitsebene der Hypnose. Dieser Zustand ist absolut unentbehrlich, um eine dauerhafte Heilung zu erreichen. Er ist Voraussetzung für eine Regression. Die Altersregression ist nötig, um die emotionalen Ursachen für Ihre Probleme oder Krankheiten aufzudecken. Die meisten Hypnotiseure und Therapeuten arbeiten mit leichten bis mittleren Hypnosetiefen. Insbesondere Anhänger der Hypnosetherapie nach Milton Erickson vertreten häufig die Ansicht, daß diese für eine erfolgreiche Therapie geeigneter seien. Tatsächlich sind alle therapeutischen Ansätze, die in leichter bis mittlerer Trancetiefe wirken, im Somnambulismus viel wirksamer. Regressionen, Ultra-Height® und andere extrem effektive therapeutische Interventionen bedürfen dagegen des Somnambulismus und sind mit weniger tiefen Hypnosestadien nicht zu erreichen. Nur im Somnambulismus kann wirklich die Ihrer Erkrankung zugrunde liegende emotionale Ursache gefunden und dauerhaft erfolgreich therapiert werden. Andernfalls sind bestenfalls temporäre Erfolge zu erwarten.


Hypnotisches Koma (Esdaile State)


Das hypnotische Koma ist ein sehr tiefes Hypnosestadium, in dem spontan eine vollständige Anästhesie (Schmerzfreiheit) auftritt, die sogar Operationen zuläßt. Die hypnotische Anästhesie ist effektiver als jedes Schmerzmittel und vollkommen frei von Nebenwirkungen. Das hypnotische Koma ist ein sehr angenehmer Zustand, in dem Sie keinerlei Sorgen oder Probleme verspüren, weder körperlicher noch seelischer Art. Für die meisten therapeutischen Anwendungen ist das hypnotische Koma allerdings nicht geeignet, da die Tendenz besteht, auf Suggestionen nicht mehr zu reagieren und stattdessen den Zustand zu genießen.


Benannt ist das hypnotische Koma nach dem britischen Arzt James Esdaile, der im 19. Jahrhundert in Kalkutta über tausend schwere Operationen mit Patienten durchführte, die er zuvor ins hypnotische Koma versetzt hatte. Zu dieser Zeit war das Chloroform noch nicht erfunden worden, so daß Operationen üblicherweise ohne Narkose durchgeführt wurden. Bevor Esdaile mit hypnotischer Anästhesie zu arbeiten begann, starb die Hälfte seiner Patienten an den Folgen der Eingriffe, eine damals durchaus normale Quote. Die Eingriffe mit Hilfe des hypnotischen Komas führten dazu, daß keiner seiner Patienten mehr an den direkten Operationsfolgen verstarb!



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Hypnose und Hypnosetherapie

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