Hypnose und Schulmedizin


Die Techniken der Hypnose sind seit tausenden von Jahren bekannt. Dennoch wurde die Hypnose erst Mitte des 20. Jahrhunderts von der Schulmedizin anerkannt.


1955 veröffentlichte die British Medical Association eine Stellungnahme, in der sie Hypnose als wertvolles medizinisches Werkzeug anerkennt und die Anwendung im Rahmen von Psychoneurosen und als hypnotische Anästhesie zur Schmerzkontrolle bei Geburten und chirurgischen Operationen empfiehlt. Gleichzeitig empfahl die BMI allen Ärzten und Medizinstudenten, Grundkenntnisse in Hypnose zu erwerben.


1958 erkannte die American Medical Association Hypnose als brauchbare wissenschaftliche Therapie für bestimmte Krankheiten an. Sie regte weitere Forschungen im Feld der Hypnose an, obgleich sie feststellte, daß einige Teilaspekte der Hypnose unbekannt und umstritten sind.


1962 bestätigte die American Psychiatric Association, daß Hypnose ein brauchbares Teilgebiet der Psychologie ist und geeignet, um bestimmte psychologische Probleme zu  behandeln.


Deutschland ist, was die Hypnose angeht, im Vergleich zum angloamerikanischen Sprachraum leider immer noch ein Entwicklungsland. Der wissenschaftliche Beirat Psychotherapie nach §11 PsychThG hat 2006 eine Stellungnahme über Hypnose im Rahmen der Psychotherapie veröffentlicht. Darin wird Hypnose in engen Grenzen als wissenschaftliche Behandlungsmethode im Rahmen der Psychotherapie anerkannt.


Einen guten Überblick über den aktuellen Forschungsstand zu Hypnose bei medizinischen Indikationen finden Sie in diesem Aufsatz von James H. Stewart, MD: Hypnosis in Contemporary Medicine (Mayo Clin Proc. April 2005;80(4):511-524). (auf englisch)




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Hypnose und Hypnosetherapie

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